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    <title>Der Filz in Halle(Saale) (Rubrik:Abriss in Halle)</title>
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    <dc:publisher>Gobsch</dc:publisher>
    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:date>2005-04-05T07:03:50Z</dc:date>
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    <title>Der Filz in Halle(Saale)</title>
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    <title>Abriss in Halle ?</title> 
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    <description>&lt;font color=red size=3&gt;&lt;b&gt;Abriss in Halle?&lt;br /&gt;
Der Kommentar&lt;/b&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Dankwart Guratzsch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann das mit der Privatisierung der Kulturf&amp;ouml;rderung nicht gemeint sein. Privatleute spenden, um Kulturg&amp;uuml;ter vor dem Untergang zu retten, und die &amp;ouml;ffentliche Hand f&amp;uuml;hlt sich dadurch erm&amp;auml;chtigt, sogleich andere Kulturzeugnisse zur Disposition zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauplatz Halle/Saale: Da hat die 80j&amp;auml;hrige Marianne Witte, Tochter des Chemie-Nobelpreistr&amp;auml;gers Karl Waldemar Ziegler, soeben der Stadt ein einzigartiges Geschenk gemacht: 5,2 Millionen Euro. Mit der Spende ist ein Denkmal von europ&amp;auml;ischem Rang instand gesetzt worden: der 400 Jahre alte Stadtgottesacker, Grabstatt des Philosophen Christian Thomasius, des Vaters der Franckeschen Stiftungen August Hermann Francke und der Eltern Georg Friedrich H&amp;auml;ndels. Nach italienischen Vorbildern gestaltet, gilt die Renaissanceanlage als bedeutendste ihrer Art n&amp;ouml;rdlich der Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;Uuml;bergabe des &quot;steinernen Geschichtsbuchs&quot; an die Stadt am 21. Mai waren Amtspersonen, Professoren und Parteienvertreter des Lobes voll. Oberb&amp;uuml;rgermeisterin Ingrid H&amp;auml;u&amp;szlig;ler (SPD) schwelgte in der Vorstellung, da&amp;szlig; es &quot;immer wieder m&amp;ouml;glich ist, Tr&amp;auml;ume zu verwirklichen&quot;. Doch kaum sind die G&amp;auml;ste abgezogen, setzt der Stadtrat ein anderes Kulturdenkmal auf die Abschussliste: die ehemalige Landesheilanstalt Nietleben. Auf den Tag eine Woche nach der Friedhofsfeier will er den Abriss des Kulturdenkmals beschlie&amp;szlig;en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mu&amp;szlig; sich die G&amp;ouml;nnerin nicht d&amp;uuml;piert f&amp;uuml;hlen? Denkmalpfleger, Heimatvereine, die Architektenkammer, der fr&amp;uuml;here Planungsamtsleiter Busmann sowie der &quot;Arbeitskreis Innenstadt&quot; haben die Oberb&amp;uuml;rgermeisterin beschworen, die H&amp;auml;nde von dem Baudenkmal zu lassen. Kunstwissenschaftler und &amp;Auml;rzte haben darauf verwiesen, dass es sich um ein einzigartiges Zeugnis nicht nur der Bau-, sondern auch der Sozialgeschichte handelt. Die neoklassizistische, schlo&amp;szlig;artige Anlage, 1844-57 von den Architekten Spott und Steudener errichtet, gilt als eine der ersten modernen psychiatrischen Anstalten Deutschlands. Doch sie steht einem Hochtechnologie-Zentrum im Wege, das angeblich an keiner anderen Stelle gebaut werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier fehlt, in einer Stadt, die vor Jahr und Tag ihren Planungschef kaltgestellt hat, nicht nur Phantasie und Sachverstand, sondern der Instinkt f&amp;uuml;r das, was in der Konkurrenz der europ&amp;auml;ischen St&amp;auml;dte f&amp;uuml;r die Zukunft wirklich wichtig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel erschienen am 26. Mai 2003&lt;br /&gt;
Quelle: DIE WELT</description>
    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:subject>Abriss in Halle</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Gobsch</dc:rights>
    <dc:date>2005-01-23T09:56:40Z</dc:date>
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