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    <title>Der Filz in Halle(Saale) (Rubrik:Halles Haushalt im Wuergegriff)</title>
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    <dc:publisher>Gobsch</dc:publisher>
    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:date>2005-04-05T07:03:50Z</dc:date>
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    <title>Der Filz in Halle(Saale)</title>
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    <title>Halles Haushalt im W&amp;uuml;rgegriff</title> 
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    <description>&lt;font color=red size=3&gt;&lt;b&gt;Aktuelles&lt;br /&gt;
Halles Haushalt im W&amp;uuml;rgegriff&lt;br /&gt;
geschrieben am: 20.02.2005 23:17&lt;/b&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Haushalt und seine Konsolidierung oder Halle in der Falle?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haushaltssituation der Stadt Halle hat sich in diesem Jahr weiter verschlechtert. Das Defizit betr&amp;auml;gt 240 Millionen EURO bei einem Verwaltungshaushalt von 507 Millionen EURO Ausgaben.&lt;br /&gt;
Die Pr&amp;auml;sidentin des Deutschen St&amp;auml;dtetages hat festgestellt, da&amp;szlig; die Kosten f&amp;uuml;r die Kommunen beim ALG II aus dem Ruder laufen. Bundesweit werden Mehrkosten in H&amp;ouml;he von etwa 15 % erwartet, wenn das denn reicht. Das verteilt sich auf die alten Bundesl&amp;auml;nder mit 9% Kostenzuwachs und 40% in den neuen Bundesl&amp;auml;ndern.&lt;br /&gt;
Auch die Zuwendungen durch Bund und L&amp;auml;nder werden in den n&amp;auml;chsten Jahren weiter schrumpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch wird hart daran gearbeitet, den Haushalt der Stadt (und nicht nur dieser) zu konsolidieren. Es wird keine Entscheidung getroffen, ohne die sogenannte Haushaltskonsolidierung, quasi als naturgegebenen Dogma, zur Begr&amp;uuml;ndung heranzuziehen. Die einfache Logik hei&amp;szlig;t: Die Stadt hat Schulden und die m&amp;uuml;ssen abgebaut werden. Es ist ein Gebet, das in allen Sitzungen und Aussch&amp;uuml;ssen herunter geleiert wird, nach dem Motto: Was man oft genug wiederholt, werden am Ende alle glauben m&amp;uuml;ssen. Inzwischen wird an diesem Glaubensartikel von keiner Seite mehr ger&amp;uuml;ttelt, ja nicht einmal dar&amp;uuml;ber nachgedacht. Von Zweifel sowieso keine Spur.&lt;br /&gt;
Warum aber hat die Stadt Schulden. Ist wirklich in fast allen deutschen St&amp;auml;dten und Gemeinden so schlecht gewirtschaftet worden? Oder sind diese Schulden gewollt, also ein Teil der Politik, die in der Bundesrepublik veranstaltet wird?&lt;br /&gt;
Wo Schulden sind, ist auf der anderen Seite auch Kapital, sonst k&amp;ouml;nnte man ja keine Schulden machen. Und es ist ja eine feine Sache: Schuldner zahlen Zinsen, je mehr, umso besser f&amp;uuml;r den, der das Geld gegeben hat. Das Geld vermehrt sich praktisch im Schlaf. Und Kapital gibt es in Deutschland genug. Es wei&amp;szlig; nicht mehr, wohin mit sich und sucht sich neue Bet&amp;auml;tigungsfelder.&lt;br /&gt;
Dann hat die Sache noch einen Vorteil. Irgendwann sind die Kommunen reif, ihr Tafelsilber zu verkaufen. Bevor der Zwangsverwalter kommt, k&amp;ouml;nnen dann ruhigen Gewissens (&quot;Wir konsolidieren den Haushalt!&quot;)die Wasser- und Energieversorgung, die Schulen, die Theater und Bibliotheken, die M&amp;uuml;llabfuhr, vielleicht sogar die Gef&amp;auml;ngnisse und was die Stadt sonst noch alles besitzt, verkauft werden. Und genau das ist der Sinn der Bolkestein- Richtlinie, die gegenw&amp;auml;rtig in der EU verhandelt wird, und der Sinn des GATS, das die WTO in Genf unter Dach und Fach bringen will. Schlicht und ergreifend geht es um die Privatisierung der gesamten &amp;ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge. Das sagt nur niemand. Denn es ist ein milliardenschweres Gesch&amp;auml;ft. Stattdessen werden Beratervertr&amp;auml;ge abgeschlossen in sechsstelliger H&amp;ouml;he, um ein Gutachten &amp;uuml;ber die sogenannten PPP-Vertr&amp;auml;ge in Auftrag zu geben. Ein Gutachten wird nat&amp;uuml;rlich das, was es da beachtet, auch gut finden, sonst hie&amp;szlig;e es ja &quot;Schlechtachten&quot;. Nachdem die CBL-Vertr&amp;auml;ge in den USA gescheitert sind wird nach einer neuen M&amp;ouml;glichkeit gesucht, st&amp;auml;dtisches Eigentum zu privatisieren. Die selbstgeschaffenen Zw&amp;auml;nge sorgen f&amp;uuml;r die n&amp;ouml;tige &quot;Einsicht&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Steuern f&amp;uuml;r gro&amp;szlig;e Verm&amp;ouml;gen und Gewinne sind in den vergangenen Jahren drastisch nach unten gegangen, angeblich, um Arbeitspl&amp;auml;tze zu schaffen. Das Gegenteil jedoch ist der Fall. Die Konzerne mit den h&amp;ouml;chsten Gewinnen bauen die meisten Stellen ab. Der Staat verzichtet also bewu&amp;szlig;t auf Steuereinnahmen. Die Steuern aus Arbeitseinkommen sind zwar gestiegen, aber da immer weniger Menschen Arbeit haben und immer mehr von den Almosen des Staates, genannt ALG II, abh&amp;auml;ngig sind, ist auch hier keine Besserung zu erwarten.&lt;br /&gt;
Was also k&amp;ouml;nnte getan werden? Da die meisten deutschen St&amp;auml;dte in einer &amp;auml;hnlichen Lage sind, m&amp;uuml;&amp;szlig;te der deutsche St&amp;auml;dtetag ein Schuldenmoratorium durchsetzen. Zumindest die Zinszahlungen m&amp;uuml;&amp;szlig;ten eingestellt werden, um den Kommunen Luft zum Atmen zu geben. Gegenfinanziert werden k&amp;ouml;nnte eine solche Ma&amp;szlig;nahme durch die Einf&amp;uuml;hrung der Tobin Tax, die Schlie&amp;szlig;ung von Steueroasen und die konsequente Verhinderung von Steuerhinterziehung aller Spielarten. Geld ist genug da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigenbeitrag friedrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://halleforum.de/article.php?sid=1283&quot;&gt;http://halleforum.de/article.php?sid=1283&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:subject>Halles Haushalt im Wuergegriff</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Gobsch</dc:rights>
    <dc:date>2005-02-25T12:11:06Z</dc:date>
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