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    <title>Der Filz in Halle(Saale) (Rubrik:Keine Schueler dann)</title>
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    <dc:publisher>Gobsch</dc:publisher>
    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:date>2005-04-05T07:03:50Z</dc:date>
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    <title>Der Filz in Halle(Saale)</title>
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    <title>Keine Sch&amp;uuml;ler - dann m&amp;uuml;ssen eben die Schulen schlie&amp;szlig;en</title> 
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    <description>&lt;font color=red size=3&gt;&lt;b&gt;Keine Sch&amp;uuml;ler - dann m&amp;uuml;ssen eben die Schulen schlie&amp;szlig;en&lt;br /&gt;
Halle an der Saale hat 90 000 Einwohner verloren - Die Infrastruktur wird konsequent angepasst&lt;/b&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Gerhard Haase&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halle -  Die Sozialdemokratin Ingrid H&amp;auml;u&amp;szlig;ler wusste genau, worauf sie sich einlie&amp;szlig;, als sie am 1. Mai 2000 das Amt der Hallenser Oberb&amp;uuml;rgermeisterin antrat. Drei Jahre war sie als Regierungspr&amp;auml;sidentin Chefin der zust&amp;auml;ndigen Kommunalaufsicht und musste so manches Kreditbegehren der K&amp;auml;mmerei auf das Machbare zurechtstutzen. Doch noch sah man im Rathaus keine Notwendigkeit, Sparkonzepte umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Jetzt ist der Zeitpunkt erreicht, an dem wir ohne entscheidende Einschnitte nicht mehr weitermachen k&amp;ouml;nnen&quot;, erkl&amp;auml;rte H&amp;auml;u&amp;szlig;ler im letzten November ihrem Stadtrat. Zu diesem Zeitpunkt hatte Halle bereits mehr als 300 Millionen Euro Schulden, ein strukturelles Defizit von 41 Millionen Euro (welches sich in diesem Jahr auf 55 Millionen belaufen wird) und 90 000 B&amp;uuml;rger weniger als noch f&amp;uuml;nf Jahre zuvor. Auch wenn jeder dritte der Abgewanderten nicht weit reiste und sich in Schowitz, Lieskau, Pei&amp;szlig;en oder eine der anderen Saalkreis-Gemeinden niederlie&amp;szlig; - der Hallenser Stadtkasse fehlen die Steuern. Und nicht nur das: Da die Pro-Kopf-Zuweisung des Landes jeweils auf statistischen Angaben beruht, die zwei Jahre alt sind, stand Halle durch die inzwischen erfolgte Abwanderung pl&amp;ouml;tzlich in Magdeburg mit neun Millionen Euro in der Kreide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ingrid H&amp;auml;u&amp;szlig;ler warb im Stadtrat f&amp;uuml;r einschneidende Ma&amp;szlig;nahmen und zeigte auf das Beispiel Offenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort hatte der Oberb&amp;uuml;rgermeister mit einer &quot;Liste der Grausamkeiten&quot;, sogar Wahlen gewonnen. Motto: Die Leute wollen einfach wissen, woran sie sind, dann machen sie auch mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Halle gab es eine Liste der Grausamkeiten: Die Aufgabenbereiche zweier Dezernate wurden anderen zugeschlagen, die Verwaltung durch Streichung einer ganzen Hierarchieebene verschlankt. Und die &amp;ouml;ffentliche Infrastruktur wurde der neuen Einwohnerzahl angepasst. Bei einer Abwanderung in der zahlenm&amp;auml;&amp;szlig;igen Gr&amp;ouml;&amp;szlig;enordnung einer Stadt wie Dessau macht es nat&amp;uuml;rlich auch wenig Sinn, Schulen, B&amp;auml;der und Bibliotheken im gleichen Umfange zu erhalten. Konkret hat man in Halle die Schlie&amp;szlig;ung von 13 Grundschulen, die Reduzierung von zw&amp;ouml;lf Au&amp;szlig;enstellen der &amp;ouml;ffentlichen Bibliotheken auf vier und die Schlie&amp;szlig;ung eines Schwimmbades beschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Opernorchester und die Philharmonie wurden zusammengelegt und 50 Musiker freigesetzt. Einsparungen im Kulturbereich sind in Halle kein Tabu mehr, wenngleich in Bezug auf die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2010 unter Umst&amp;auml;nden kontraproduktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber von Offenbach will H&amp;auml;u&amp;szlig;ler nicht nur das Sparen lernen. Mit einem gezielten Wirtschaftsf&amp;ouml;rderungsprogramm war es dort gelungen, 12 000 neue Arbeitspl&amp;auml;tze zu schaffen. In dieser Frage wei&amp;szlig; sie sich mit Frank S&amp;auml;nger, dem CDU-Fraktionsvorsitzenden in Halle einig, der in seiner Haushaltsrede Ende April darauf hinwies, dass &quot;die Schaffung von Arbeitspl&amp;auml;tzen die beste Sozialpolitik ist&quot;. Wie aber kann erreicht werden, dass nicht nur die Hallenser abwandern, sondern dass auch neue Investoren in die Stadt kommen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Wir sind gerade dabei, eine Gesellschaft zu gr&amp;uuml;nden, die unsere gesamten Wirtschaftsf&amp;ouml;rderma&amp;szlig;nahmen zusammenfasst&quot;, erl&amp;auml;utert OB H&amp;auml;u&amp;szlig;ler. Eine Gesellschaft, in der Kommune und ortsans&amp;auml;ssige Unternehmen an einem Strang ziehen sollen. Anl&amp;auml;sslich der Gr&amp;uuml;ndung der Stadtmarketing Halle GmbH (SMG) vor einigen Wochen fasste sie deren Ziele zusammen: &quot;Das ist ein Meilenstein auf dem Weg dahin, unsere wirtschaftlich, kulturell und wissenschaftlich h&amp;ouml;chst attraktive Saalestadt endlich wirksam vermarkten zu k&amp;ouml;nnen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zun&amp;auml;chst wird die Kommune in der SMG noch 60 Prozent der Anteile halten, langfristig aber ist geplant, sie mehrheitlich in die H&amp;auml;nde der privaten Partner zu geben. In der Stadtverwaltung soll dann nur noch eine Servicestelle f&amp;uuml;r die Investoren aufrechterhalten werden und ein Lotsensystem, damit sie schnell durch die &amp;Auml;mter geschleust werden k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Gro&amp;szlig;firmen - von der Schokoladenfabrik Halloren bis zum Tiefbauunternehmen Papenburg - haben den F&amp;ouml;rderverein Pro Halle e.V. gegr&amp;uuml;ndet. Nach Umsatzgr&amp;ouml;&amp;szlig;en gestaffelt, bringen sie mit Mitgliedsbeitr&amp;auml;gen bis zu 50 000 Euro pro Jahr einen wesentlichen Finanzierungsanteil f&amp;uuml;r das k&amp;uuml;nftige Stadtmarketing auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel erschienen am 25. Aug 2003&lt;br /&gt;
Quelle: DIE WELT</description>
    <dc:creator>Gobsch (mailto:&amp;#104;&amp;#101;&amp;#108;&amp;#109;&amp;#117;&amp;#116;&amp;#64;&amp;#103;&amp;#111;&amp;#98;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#46;&amp;#100;&amp;#101;)</dc:creator>
    <dc:subject>Keine Schueler dann</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Gobsch</dc:rights>
    <dc:date>2005-01-23T09:52:24Z</dc:date>
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